13. Sternfahrt Köln am 21.06.2020

Wir sind mit Abstand der beste Verkehr!

Die Sternfahrt Köln fand pandemietauglich und etwas anders am Sonntag, 21. Juni 2020 statt!

Rund um den Ebertplatz demonstrierten wir für mehr Platz für den nicht-motorisierten Verkehr.

Wie so viele Veranstaltungen musste auch die Sternfahrt Köln 2020 durch Corona ganz anders aussehen. Aber unsere Forderung – mehr Platz für den nicht-motorisierten Verkehr – musste gerade während der Pandemie umso lauter und bunter sein. Wenn ein Sicherheitsabstand von 1,50 m vom Supermarktregal bis zur Kaffeeküche im Büro in allen Lebensbereichen gilt, darf die Straße nicht außen vor bleiben. Köln braucht eine pandemietaugliche Infrastruktur!

 

Mit kilometerlangen Pop Up Bike Lines konnten wir der Stadt zeigen, wie es auch anders geht: Breite Autostraßen wurden zu Radwegen umfunktioniert. So durften sich die radelnden Kölner*innen endlich mal wie in Kopenhagen fühlen, zumindest für ein paar Stunden.

Egal ob Fahrrad, Rollstuhl, Inliner, Laufrad, Skateboard oder Fußgänger: Es waren alle nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmenden aufgerufen, für einen sicheren, fairen und nachhaltigen Verkehr und vor allem: für mehr Platz auf die Straße zu gehen.

Mit den „Gehzeugen“ wiesen die Aktivist*innen der Kölner Fahrradsternfahrt darauf hin, wieviel Platz ein Auto im Stadtverkehr für sich in Anspruch nimmt und dabei meistens nur eine Person transportiert.

Hinter der Aktion steht ein breites Bündnis verschiedener Organisationen: Students for Future Köln, Parents for Future Köln, Greenpeace, Kidical Mass, ADFC und VCD, Klimawende Köln und RADKOMM. Gemeinsam fordern sie ausreichend Platz für alle Verkehrsteilnehmenden während und nach der Pandemie sowie eine Verkehrswende hin zu einem lebenswerten Köln mit sauberer Luft und attraktiven Mobilitätsalternativen.

Verkehrswende jetzt erst recht – Köln muss handeln!

Städte wie Brüssel, Berlin und München zeigen, was möglich ist: Autospuren wurden unbürokratisch in Fahrradspuren umgewandelt und Innenstädte kurzerhand verkehrsberuhigt, damit während der Pandemie genug Platz und Sicherheit für den nicht-motorisierten Verkehr da sind. In Köln warten wir bislang vergeblich auf solche Schritte. Köln mangelt es weiterhin an Mut und Durchsetzungswillen für eine innovative und zukunftsweisende Verkehrswende.

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