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Kinder, Kinder ...

Kindertagesstätten, Schulen und Sternfahrt

Im Spannungsfeld zwischen kindlicher Ungeduld, Erwartungen von Eltern, Anforderung der Straßenverkersordnung und der Notwendigkeit, für die Sicherheit der Kinder zu sorgen, leisten die Kindertageseinrichtungen und Schulen bei der Verkehrserziehung in der Praxis Erstaunliches.

Insbesondere das Fahrrad spielt darin eine große Rolle. Es ist ab 4-5 Jahren mit dem Kick-Board das erste ernstzunehmende Fortbewegungsmittel und bleibt es sehr lange, bis 16, 18, manchmal auch darüber hinaus. Wie wichtig das Rad in der Praxis ist, sieht man an den Schulen auf
den ersten Blick.

Foto mit Fahrrädern vor der GGS Freiligrathstr.Es ist also ganz natürlich, dass sich diese Einrichtungen stark mit dem Verkehrsmittel Fahrrad auseinandersetzen und die Notwendigkeit für entsprechende Mobilität der Kinder in Köln sehen. Sei es zum nachmittäglichen Sport, Ballett oder Musikunterricht, mit Mama oder Papa zum Bäcker, später alleine ins Freibad, das Fahrrad ist oft mit dabei.

Neben dem Schillergymnasium, das in diesem Jahr der Abfahrtsort für die Sülzer Route ist und freundlicherweise und unter tatkräftiger Mithilfe des Hausmeisters den Hof zur Verfügung stellt, haben sich weitere zwei Schulen engagiert und kommunizieren intern und durch außen angebrachte Banner die diesjährige Sternfahrt:

Einerseits die Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Platz, bei der das Banner von der Schulleiterin mit aufgehängt wurde, als auch die GGS Freiligrathstraße, an der das Banner neben den neuen Pavillons seinen gut sichtbaren Platz gefunden hat.

Frau Schuhenn von der GGS Manderscheider Platz formuliert dies wie folgt:

Grundschule Manderscheider Platz mit Kindern vor dem Banner"Verkehrserziehung wird in allen Klassen der Grundschule immer wieder thematisiert. Es ist ein wichtiges Lernziel der Grundschule, die Kinder darauf vorzubereiten, sich sicher und angemessen im Verkehr zu bewegen. Obwohl wir manche Kompetenzen auch praktisch üben, bleibt doch vieles im theoretischen Bereich. Mit einer ganzen Schulklasse in der Großstadt das Fahrrad fahren zu üben, kann Schule nur ansatzweise leisten. Deshalb ist es um so wichtiger, mit den Eltern zusammen die Kinder fit für die Straße zu machen. Die Kölner Sternfahrt bietet dafür einen idealen Rahmen. Dabei geht es nicht nur um die Fahrtüchtigkeit unserer Kinder, sondern vielmehr auch darum, Kindern den Spaß am Fahrrad fahren zu vermitteln und sie so zu umweltbewussten Verkehrsteilnehmern zu erziehen. Von der notwendigen Bewegungsmöglichkeit an der frischen Luft mal ganz abgesehen. Kinder, die es gewohnt sind, ihre Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen, haben bestimmt keine Gewichtsprobleme."

Banner mit Schild Achtung Kinder an der Schule Freiligrathstr.Auch Kindergärten haben Interesse angemeldet, in Zukunft in die Aktion mit eingebunden zu werden. Für das nächste Jahr ist deshalb geplant, weitere KITAs und Schulen mit Bannern auszustatten und das Thema auch konkret mit den Kindern zu bearbeiten. Es soll gesammelt werden, was an Verbesserungen für den nicht-motorisierten Verkehr möglich und nötig wäre, und auch das eine oder andere Bild soll entstehen.

Ziel ist, mit der Stadt zu klaren Absprachen bezüglich des Machbaren zu gelangen und damit Verbindlichkeit in die Aktion zu bekommen. Damit wird auch für Kinder im Wortsinne erfahrbar, dass Köln keine anonyme Stadt ist, sondern wir KölnerInnen gemeinsam die anstehenden Aufgaben angehen und unser Umfeld gestalten. Auch ein wichtiger Schritt, um Politikverdrossenheit vorzubeugen.

Wir freuen uns, die Kölner Pänz bald so aktiv mit dabei zu haben und bedanken uns nochmals ganz herzlich bei den Vorreitern, die schon dieses Jahr mit von der Partie sind.

Fotos: Harald Puhl und (www.suelz-koeln.de)